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Oh, Du mein Guru – wie finde ich den perfekten Yogalehrer?

Über diese Frage wird jeder, der Yoga üben will, früher oder später stolpern.

Vorab sei allerdings gesagt, die Überschrift ist etwas anmaßend gewählt, denn erstens bezweifle ich, dass alle Yogalehrer die Rolle eines Gurus überhaupt übernehmen möchten und zweitens stelle ich in Frage, ob es darüber hinaus den „perfekten“ Yogalehrer gibt!



Zu einer Zeit als es mir körperlich und auch seelisch echt mies ging, stolperte ich über Yoga, das ich ja vorher nicht so wirklich ernst genommen hatte, hielt ich es doch für esoterischen Mumpitz.

Eine Chance wollte ich ihm allerdings einräumen, tat mich aber bei der Wahl eines geeigneten Studios echt schwer.

Ich recherchierte stundenlang im Internet, suchte Yogastudios in der Nähe, damit die Anfahrt kurz war – denn meine Zeit nur für mich war damals sehr knapp bemessen.

Der Kurs musste an meinem freien Tag in den Vormittagsstunden stattfinden, abends war ich zu dieser Zeit viel zu platt, auch hätten mir die Launen meiner Kinder ständig einen Strich durch die Rechnung und die gebuchte Yogastunde gemacht.

Ein weiteres Ausschlußkriterium für mich, denn viele Lehrer gehen noch einem „richtigen“ Beruf nach und bieten ihre Kurse daher nur abends nach Feierabend oder an den Wochenenden an.


Und dann war da noch die Sache mit diesen „durchgestylten Hochglanzwebseiten“ einiger Studios.

Gazellenartige Models, die sich biegen konnten wie Bambus, perfekt präsentiert mit hautengen Yogatrikots, traumhaft drapiert in weißgetünchten Altbausälen - richtig furchteinflößend!

War ich doch auf der Suche nach etwas Seelenfrieden und die Möglichkeit meinen lädierten Körper wieder wohlwollend zu spüren, da war mir nach gemütlicher Jogginghose und ausgeleiertem Sweatshirt und keiner Modenschau.


Yoga für den Seelenfrieden

Ziemlich verunsichert und nervös landete ich bei einer superlässigen und aufgeschlossenen Yogalehrerin meines Alters, bei ihr war es einfach den Einstieg in die Yogapraxis zu finden.

Nicht nur ihre lockere und mit einem augenzwinkernde Art zu unterrichten, sondern auch die Struktur der Yogastunde gefiel mir sofort. Sie unterrichtete Hatha-Yoga, jede Unterrichtseinheit war gleich aufgebaut, sogar die Asanas wurden jedes Mal in der gleichen Abfolge praktiziert.

Erst später erfuhr ich, dass es sich hierbei um die Rishikesh-Reihe von Swami-Sivananda handelte, die es für mich so einfach machte in das ganze Yogathema einzusteigen, da sich alles ständig wiederholte und die einzelnen Asanas nicht dynamisch sondern lange gehalten wurden.

Hier fühlte ich mich erstmal sehr gut aufgehoben und hatte Zeit zu lernen und zu verstehen. Mir ging es ganz schnell besser, sowohl mental, als auch körperlich, irgendwas machte dieses Yoga mit mir, erklären konnte ich mir damals diese Veränderungen aber noch nicht.

Nach einiger Zeit, wurde es mir allerdings zu eintönig. Immer dieselbe Abfolge der immer gleichen Asanas, wollte ich doch mehr über andere Yogastile kennenlernen und suchte speziell ein Studio, das den dynamischen Vinyasa-Yoga anbot.

Hier kam ich dann auch voll auf meine Kosten – kraftvolle Übungsabfolgen kombiniert mit statischen Asanas, keine Stunde glich der anderen und die Yogalehrerin imponierte mir sehr mit ihrer ruhigen und charismatischen Art, zudem hatte sie auch noch eine tolle Stimme und begleitete uns während Shavasana mit Gitarre und chanten.

Es tat mir so gut mein immerzu plapperndes monkey mind mit dem flow der Asanas etwas runterzubringen, fordernd aber nicht zu Kräfte zehrend, war es einfach perfekt.



Von da ab pendelte ich zwischen den beiden Yogastudios und fing an, auf meinen Körper und Geist zu hören: Was tut mir heute gut? Eine erdende Übungsreihe, die mich beruhigt und stärkt oder ein schweißtreibender Flow, der mich fordert und fördert?

Noch heute bin ich ein Fan davon, je nach Gefühlslage zu entscheiden mit wem ich übe und welcher Yogastil mich gerade unterstützen könnte.

Auch wenn ich heute die meiste Zeit für mich alleine übe, finde ich es unabdingbar regemäßig eine Yogastunde zu besuchen, denn auch als Lehrer bleibst du immer auch Schüler.


Yoga besteht zu 1 % aus Theorie und zu 99 % aus Praxis und Erfahrung

Hier nun von mir noch ein paar Tipps, nach welchen Kriterien ich damals meine „perfekte“ Yogalehrerin gefunden habe:

Zuerst ist es wichtig sich zu erkundigen, welche Ausbildung der gewählte Yogalehrer genossen hat, auch sollte er dich vor deiner ersten Probestunde zur Seite nehmen um dich über körperliche Beschwerden, deine derzeitige körperliche Konstitution, deinen Lebensstil und Intention auszufragen.

Das ist ungeheuer wichtig und zeigt den verantwortungsvollen Umgang mit dir und deiner Gesundheit.

Zudem macht es Sinn sich über die verschiedenen Yogastile zu informieren, denn da gibt es eine Menge, von schweißtreibend und kraftvoll über beruhigend bis hin zu energetisch und spirituell.

Aber am allerallerwichtigsten ist, dass du dich mit deinem Lehrer verstehst, dass er dich versteht, du ihm vertraust und dich sicher bei ihm fühlst – kurz gesagt, die Chemie muss stimmen.

Ach, und noch was in eigener Sache: Auch Yogalehrer sind nur Menschen und keiner ist perfekt. Sie haben es sich zur Berufung gemacht euch zu einem glücklicheren, entspannteren, einfach einem lebenswerteren Leben zu verhelfen und allein das ist doch sehr ehrenwert, oder?


In diesem Sinne – wir sehen uns auf der Matte!


Commentaires


namaste neu 2.jpg

Total fasziniert von den schönen Veränderungen an mir, in mir und vor allem um mich herum, ist es mein persönlicher Wunsch, dass es Dir auch so geht.

Lebe - Lieber - Besser

Gerne unterstütze ich Dich auf deinem Weg.

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